Schülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums tragen Inhalte der Resolution vor.

© Europäisches Parlament/Ronny Schönebaum

Helen Porst, Klara Lison und Adalbert Kuhn übergeben beim Europaaktionstag in Stuttgart die Resolution zu Europa an die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Evelyne Gebhardt

Selbstbewusst und klar trugen Helen Porst und Klara Lison, zwei Teilnehmerinnen am Weltcafé für junge Leute und Erwachsene die Ergebnisse dieser Veranstaltung beim Europaaktionstag in Stuttgart vor. Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments nahm die Resolution entgegen und war sehr angetan von den Vorstellungen der Schülerinnen aus der 10. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums in Ostfildern. Wichtig sei Chancengleichheit in der Bildung über gesicherte Finanzierung von Studium und Ausbildung, erklärten die Schülerinnen. Das Thema Europa solle stärker in den Focus des Unterrichts rücken und die Bildungsniveaus sollten auf ein gleiches Niveau angehoben werden. Frieden bedeute mehr als die Abwesenheit von Krieg. Es gehe um Toleranz, Kommunikation und Austausch. Besonders wichtig waren für die Identifikation mit Europa Offene Grenzen. Dies werde heute wieder in Frage gestellt und Grenzen dicht gemacht. Die Mehrheit der Weltcaféteilnehmer war der Meinung: Man kann nicht mit Krieg gegen Krieg vorgehen! Je mehr Geld für Waffen, desto höher werde die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Krieg. Militär macht Frieden unsicherer, provoziert andere Länder, schadet dem Vertrauen. Es entstehe die Gefahr eines Rüstungswettlaufs durch die Erhöhung der Militärausgaben. Dem Frieden dienen könnten die Beseitigung von Armut; Toleranz, Kontakte zwischen Ländern und mehr Kommunikation. Es sollte mehr Geld für den Aufbau in Ländern geben, mehr Entwicklungshilfe. Dabei sei die Bildung besonders wichtig. Europa könne als parlamentarische Demokratie ein Vorbild sein und Diplomatie fördern und dem Entstehen autokratischer Führungen entgegenwirken, meinte Evelyne Gebhardt. Wichtig war den Schülerinnen auch die Nachhaltigkeit mit regionalem Konsum und die Erhaltung der Lebensgrundlagen. Wenn man sich gemeinsam für diese Werte einsetze, sei das ein Betrag zum Frieden. Die Vizepräsidentin versprach die Anliegen an die verschiedenen Ausschüsse im Europäischen Parlament weiterzugeben.