05. März 2020 - Vortragsreihe: Werte, Ethik und erfolgreiches Wirtschaften

Am 05. März hatte die Stiftung Martinskirche im Rahmen der Vortragsreihe Werte, Ethik und erfolgreiches Wirtschaften in die Auferstehungkirche Kirchheim eingeladen.

Für die achte Veranstaltung der Reihe konnte Herr Prof. Dr. Christian Kreiß gewonnen werden. Er beschäftigte sich in seinem Vortrag mit dem Thema: "Wege in eine menschliche Wirtschaft - Christliches Wirtschaften im Sinne Luthers".

Seine Präsentation können Sie hier noch einmal ansehen.

Stille Helfer - Eine Spurensuche in Heidelberg 1933-1945

Heidelberg im Nationalsozialismus. Eine Stadt mit Tätern, Opfern, Trittbrettfahrern und teilnahmslosen Mitmachern. Nicht nur. Mit „Stille Helfer" gehen wir auf Spurensuche. Wir suchen nach Menschen, die den Verfolgten und Bedrohten geholfen haben. Die sie aufgenommen haben, Anteilnahme und Solidarität gezeigt und mutig und aufrecht Hilfe geleistet haben. Es waren stadtbekannte wie Pfarrer Hermann Maas und die Ärztin Marie Clauss. Aber eben auch Nachbarn, Verwandte, Kollegen, Freunde, Geistliche, Ärzte und Angestellte. Wir suchen nach ihren Motiven, ihren Einstellungen und ihrem tatsächlichen Wirken. Wir finden kleine Netzwerke, in denen sie zusammenarbeiteten. Sie wirkten im Stillen, folgten ihrem Gewissen, distanzierten sich vom Terror des Regimes und bewahrten sich ihre humane Einstellung. Es waren keine Heiligen, keine Märtyrer, keine Helden. Oder doch? Sie stellten sich auch danach nicht ins Rampenlicht. Wurden selten gewürdigt und geehrt und häufig schnell vergessen. Sie waren „Stille Helfer", die sich selbst in Gefahr brachten. Wir wollen die Erinnerung an sie aufrechterhalten. Auch und vor allem um Mut zu machen. Mut zum Handeln. Jeder kann nach seinen Möglichkeiten handeln und helfen. Jeder kann sich vorbehaltlos für Verfolgte und Schutzbedürftige engagieren. Man muss es wollen und dann auch tun. Die „Stillen Helfer" sind Teil des „guten Heidelberg".

27. Januar 2020 - Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnerungen an die Juden aus Esslingen 1933-1942

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Dieser Tag wurde 1996 vom Bundespräsidenten Roman Herzog offiziell zum „Nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus“ erklärt, und 2005 erhoben ihn die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“.
Auschwitz ist das Synonym für einen in der Geschichte beispiellosen Rassenwahn, in dessen Folge über sechs Millionen Juden, aber auch andere Gruppierungen wie Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle oder Andersdenkende ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.
Das Wichtigste an diesem Denk-Tag ist unser kontinuierliches Gedenken und Nicht-Vergessen des unermesslich großen Leids jedes einzelnen Opfers: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ (Gunter Demnig, Stolpersteine)
Am 75. Jahrestag steht die Geschichte der Esslinger Juden während der NS-Zeit im Mittelpunkt des Gedenkens. Akteure sind in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Esslinger Georgii-Gymnasiums. In verschiedenen Annäherungen zeichnen sie die Geschichte der Esslinger Juden bis zu ihrer Deportation nach und beleuchten an dokumentarischen Zeugnissen ihren Alltag, ihre Ausgrenzung, Verdrängung und zuletzt Deportation (und Vernichtung). Die Schülerinnen und Schüler gehen dem nach, was Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem schulischen, sozialen und beruflichen Umfeld erlebt haben. Denn es berührt uns, wenn wir z.B. bedenken, dass auch Marta Goldschmidt einmal Schülerin am Georgii-Gymnasium war, bevor sie aus rassischen Gründen ausgeschlossen wurde. Was hat sie über diese Ereignisse in ihrem Tagebuch notiert? Was schrieb Martha Oppenheimer 1941, wenige Monate vor der Deportation und Vernichtung ihrer Familie, an die ins Exil nach Amerika geflohenen Freunde? -13 Schülerinnen und Schüler haben sich mit diesen und anderen Zeugnissen beschäftigt. Sie werden denen, die ausgelöscht werden sollten und millionenfach ausgelöscht wurden, ihre Stimme leihen. Und sie werden ihnen im Erinnern etwas von dem zurückgeben, was man ihnen in Deutschland damals abgesprochen hat: etwas von ihrer Würde als Menschen.

Hier können Sie im Artikel von Julia Theermann aus der Esslinger Zeitung vom 21.01.2020 nachlesen, wie sich die Schüler auf diese Gedenkstunde vorbereitet haben.

Am 29.01.2020 erschien ein Artikel von Petra Weber-Obrock in der Esslinger Zeitung, den Sie hier nachlesen können.

15./16.11.2019 - Die Wohnungsfrage

Begegnungstagung
KIRCHE UND GEWERKSCHAFT

Auf diesem Seminar wurde gemeinsam als Kirchen und Gewerkschaften darüber nachgedacht, wie das Grundrecht auf Wohnraum umgesetzt werden kann, welche Anforderungen an die Politik gestellt werden müssen und wie kostengünstiger und guter Wohnraum in Esslingen und Göppingen geschaffen werden kann.

Udo Casper, Vorsitzender des Deutschen Mieterbund (DMB) in Esslingen-Göppingen, referierte am 16.11.2019 zur Wohnungssituation in beiden Landkreisen.

Das können Sie hier (Youtube-Video in neuem Fenster) oder mit einem Klick auf das Bild nachhören

09.11.2019 - 81 Jahre Reichspogromnacht 1938

Am 9. und 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen. Organisierte nazonalsozialistische Schlägertrupps setzten jüdische Gotteshäuser und Geschäfte in Brand und tausende Jüdinnen und Juden wurden misshandelt, verhaftet oder getötet.
Im Mittelpunkt dieses Abends steht das Gedenken an das große Leid, das Menschen angetan wurde. Gleichzeitig ist das Erinnern eine Mahnung, dass sich das Geschehene nie wiederholen darf.
In diesem Jahr steht die Gedenkstunde unter dem Titel „Mutiges Verstecken rettet Leben –  Erlebnisberichte aus der Pfarrhauskette“ mit der Pfarrerstochter Ursula Stöffler als wichtige Zeitzeugin. Im mittleren Neckarraum halfen Pfarrfamilien mit der „Württembergischen Pfarrhauskette“ verfolgten und gehetzten Menschen, vor allem Juden. Sie versteckten sie und retteten so vielen das Leben.

Den Bericht aus dem Teckboten von Andrea Barner mit dem Foto von Günter Kahlert finden Sie hier

06.10.2019 - Aus voller Kehle für die Seele

Singen für alle mit Patrick Bopp
Spaß und Spirit ohne Noten

Sonntag, 06.10.2019, 19 Uhr
Blarer-Gemeindehaus Esslingen

Hier wird gesungen. Alle können mitmachen. Die, die sonst nie oder nur unter der Dusche singen. Die, die es oft und in Chören tun. Im Vordergrund steht der Spaß am gemeinsamen Singen, am Spirit, der
dadurch entsteht, am Ausprobieren und Experimentieren, am Berührtsein. Gesungen wird ohne Noten, der Text wird auf die Leinwand projiziert.
Patrick Bopp, als Memphis Mitglied in der A-Cappella-Comedy-Truppe „Die Füenf“, moderiert, motiviert, leitet und begleitet den Abend. Alles ist möglich: Gleich mitsingen, zuerst zuhören, die Hauptmelodie oder eine Gegenstimme wählen, scheitern, Höhenflüge erleben – und am Ende entspannt und heiter weiterziehen. Es wird gesungen, was sich singen lässt: Rock- und Popsongs, Jodler, Kirchen-, Volks- und Kinderlied, Rap und was Ihnen sonst noch einfällt. Jeder kann Vorschläge machen, die sofort umgesetzt werden. Etwa 2 x 45 Minuten mit Pause.

Kosten: Abendkasse 8 €, ermäßigt 6 €, Vorverkauf 6 € ab 06.09.
Provinzbuch Esslingen, Küferstraße 9, Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.30 - 18.30 Uhr, Sa. 9.30 - 16 Uhr,
Tel. 0711 35 27 38
Bewirtung in der Pause durch das Team Offenes Singen Südkirche

Hier der Bericht von Julia Theermann aus der Esslinger Zeitung vom 08. Oktober 2019

27.01.2019 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Mutiges Verstecken rettet Leben
Erlebnisberichte aus der Pfarrhauskette

Dekan Bernd Weißenborn begrüßte mit folgenden Worten:

Sehr geehrte Damen und Herrn,
wir begehen heute hier den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Im Namen der christlichen Kirchen Esslingens möchte allen danken, die seit Jahren dieses Gedenken unter uns wach halten. Esslingen empfinde ich mit seiner besonderen Erinnerungskultur als vorbildlich. Auch was die Einbeziehung einer jüngeren Generation anbelangt, wie Euch vom Georgii-Gymnasium. Ganz dem entsprechend wie es 1996 Bundespräsident Roman Herzog in seiner Proklamation für die Einführung dies Tages gesagt hat:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Das komplette Grußwort von Herrn Dekan Weißenborn ist hier zum Nachlesen!

Ankündigung aus der Esslinger Zeitung vom 25.01.2019!

Nachbericht aus der Esslinger Zeitung vom 29.01.2019!

09.11.2018 - Gedenkstunde 80 Jahre Reichspogromnacht

© Markus Geiger. Foto: Thomas Kaltenecker

Am 9. und 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen! 

Es gab an diesem Jahrestag in ganz Deutschland zahlreiche Gedenkveranstaltungen, so auch in Kirchheim/Teck.

Hier ein Bericht von Andreas Volz / Teckboten v. 13.11.2018