31.10.2020 - Nürtinger Reihe

Schämen wir uns des Evangeliums?

Festvortrag von Prof. Dr. Wilfried Härle

Vom Apostel Paulus und von Martin Luther wissen wir, dass sie sich des Evangeliums nicht schämten. Deshalb ist der Reformationstag eine gute Gelegenheit, sich zu fragen, wie das bei uns selbst aussieht.
„Woran können wir merken, dass wir uns schämen, und können wir dagegen etwas tun?"

Musikalisch umrahmt wird der Vortrag von Bezirkskantor Hanzo Kim an der Orgel.

Den Videomitschitt des Vortrags können Sie hier auf Youtube ansehen!

Hier können Sie das Handout von Prof. Dr. Wilfried Härle herunterladen.

23.01.2020 - Toleranz?! Segnung bzw. Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Ein Nachbericht von Eberhard Ellwanger

Knapp 100 interessierte Menschen kamen zum Vortrag „Toleranz“ am 23.1.20 nach Reudern in die Friedenskirche. Die Kirchengemeinden Reudern, Oberboihingen und das Bildungswerk Nürtingen hatten Prof. Dr. Thorsten Diez als Redner gewinnen können. Dieser konnte aufgrund seines eigenen lebenslangen Lernens äußerst anschaulich und lebendig schildern, wie unterschiedlich Christen mit der Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe umgehen. Er warb nicht nur einmal um Toleranz bei dem emotional beladenen Thema, das oft stellvertretend für die Sorge um den Verfall von Werten und auf anderer Seite beim Kampf gegen autoritäre Strukturen herhalten muss.

Herrn Diez geht es bei der Toleranz um nicht weniger als die Grundhaltung von Christen mit unterschiedlichen Glaubensauffassungen. Das ledigliche Bejahen von Menschen oder Positionen, welche die eigene Haltung teilen, sei keine Toleranz. Einem Menschen mit einer anderen Glaubenshaltung gar zu drohen – z.B. mit Gottes Strafe - habe natürlich erst recht nichts mit Toleranz zu tun.

Er betonte, dass ein Austausch über Werte immer anstrengend, aber äußerst nötig ist. Die Kirchen hätten in den letzten 50 Jahren z.B. bei der Gewalt gegen Kinder und Ehefrauen, der Verfolgung und versuchter Heilung von Schwulen und Lesben, oder bei der Öffnung des Pfarrberufes für Frauen dazugelernt. Dabei war es nötig und wichtig, hinzugezogene Bibeltexte nach deren ursprünglichen Sinn zu befragen und immer war und ist es wichtig, dabei zu beachten, dass Gebote dem Leben und nicht der Unterdrückung und Ausgrenzung dienen sollen. Schon Martin Luther hätte eingeräumt, dass es der Nächstenliebe geschuldet sei, einer Frau die Scheidung zu erlauben, wenn sie laufend vom Ehemann mit dem Schürhaken geschlagen wird.

Beim anschließenden Meinungsaustausch wollte niemand inhaltlich Herrn Diez widersprechen. Sehr berührend war das Statement einer Anwesenden, die mir ihrer Partnerin gekommen war. Sie schilderte ihr starkes Gefühl der Ausgrenzung seitens der Kirche, welche der liebenden, fürsorgenden Ehe ihren Segen verweigere. Sie freue sich auf den Tag, an dem dieser auch für schwule und lesbische Paare öffentlich möglich sei.

In ihrem Schlusswort stellte Pfarrerin Stysch die Frage, ob wir den Segen Gottes einander vorenthalten können. Menschen bräuchten für ein gelingendes Leben Gottes Segen.

16.05.2019 - Antisemitismus in Kirche und Gesellschaft

Dr. Michael Blume ist der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung. Er stellt sich der Frage:

Warum braucht es einen Beauftragten gegen Antisemitusmus?

Mittwoch 16.05.2019, 19.30 Uhr, Ev. Stadtkirche St. Laurentius, Nürtingen

Eintritt frei - wir bitten um Spenden!

Den Bericht aus der Nürtinger Zeitung von Irina Korff vom 21.05.2019 finden Sie hier